Hanfkleidung für Damen & Herren
Was ist Hanfkleidung?
Hanfkleidung wird aus den Bastfasern der Nutzhanfpflanze gewebt – nicht aus Blüten oder Blättern. Nutzhanf enthält praktisch kein THC und hat mit Rauschmitteln nichts zu tun. Die Faser gehört zu den ältesten Textilrohstoffen der Menschheit: Schon vor Jahrtausenden wurden daraus Seile, Segel und Kleidung gefertigt.
Wir arbeiten seit Jahren mit Hanf, weil wir die Pflanze in Nordthailand und Nepal von der Aussaat bis zum fertigen Stoff begleiten konnten. Wie das aussieht, zeigen wir dir auf unserer Seite Auf dem Hanffeld.
Inhaltsverzeichnis:
Vorteile von Kleidung aus Hanf
- Reißfestigkeit: Hanffasern gehören zu den stabilsten Naturfasern. Ein Hanfkleidungsstück übersteht deutlich mehr Wäschen als ein vergleichbares aus Baumwolle.
- Feuchtigkeitsregulierung: Hanf nimmt Feuchtigkeit auf, ohne sich klamm anzufühlen. Im Sommer kühlt das spürbar.
- Geruchsneutral: Hanf neigt weniger zur Geruchsbildung. Oft reicht Auslüften statt Waschen – gut für den Stoff und für deine Wasserrechnung.
- Wird mit der Zeit weicher: Anders als viele Fasern verschleißt Hanf nicht, sondern öffnet sich. Nach ein paar Wäschen fühlt sich das Teil deutlich anders an als am ersten Tag.
- Robust im Anbau: Hanf wächst schnell, braucht wenig Wasser und kommt in der Regel ohne Pestizide aus.
Nachteile von Hanfkleidung – ehrlich betrachtet
Diese Frage wird oft gestellt und selten beantwortet. Wir finden, du solltest vor dem Kauf wissen, worauf du dich einlässt:
- Am Anfang rauer. Reine Hanfstoffe fühlen sich neu deutlich fester an als Baumwolle. Wer weiche Jersey-Ware gewohnt ist, muss sich umgewöhnen. Nach drei bis fünf Wäschen ist der Unterschied weitgehend weg.
- Knittert stärker. Hanf legt Falten und behält sie. Wer bügelfreie Kleidung sucht, ist hier falsch.
- Teurer. Die Verarbeitung ist aufwendiger und die Mengen kleiner als bei Baumwolle. Das schlägt sich im Preis nieder.
- Kann leicht einlaufen. Bei der ersten Wäsche zieht Hanf sich etwas zusammen. Deshalb kalt waschen und nicht in den Trockner.
- Begrenzte Auswahl. Es gibt schlicht weniger Hersteller. Auch wir mischen Hanf deshalb oft mit Baumwolle, um bestimmte Schnitte überhaupt umsetzen zu können.
Unser Fazit: Hanf ist kein Wundermaterial, aber für weit geschnittene, langlebige Kleidung ist er hervorragend geeignet. Für eng anliegende oder besonders fließende Stücke greifen wir zu anderen Fasern.
Hanf oder Baumwolle: Was ist besser?
Die Antwort hängt vom Kleidungsstück ab.
Hanf gewinnt bei Haltbarkeit, Feuchtigkeitsregulierung, Geruchsneutralität und im Anbau – vor allem beim Wasserverbrauch, wo konventionelle Baumwolle sehr schlecht abschneidet.
Baumwolle gewinnt bei Weichheit ab dem ersten Tag, bei der Vielfalt an Schnitten und beim Preis.
Deshalb arbeiten wir häufig mit Mischgeweben. Ein Baumwoll-Hanf-Mix vereint die Weichheit der einen mit der Robustheit der anderen Faser – und ist für viele unserer Haremshosen die beste Lösung.
Hanfkleidung für Damen
Für Frauen führen wir Hanfkleidung vor allem bei Hosen, Oberteilen und Schuhen. Besonders beliebt sind unsere kurzen Haremshosen aus Baumwoll-Hanf-Mix – leicht genug für den Sommer, robust genug für Festival und Reise. Dazu passen unsere Hanf-Ballerinas und Slipper.
Alle Modelle findest du in unserer Kategorie Kleidung für Damen.
Hanfkleidung für Herren
Bei Männern sind es vor allem Hosen, Hemden, Jacken und Schuhe. Unsere Hanfjacke im Baja-Stil ist mit Baumwolle gefüttert und begleitet dich durch die Übergangszeit. Auch unsere kurzen Haremshosen gibt es im Baumwoll-Hanf-Mix.
Alle Modelle findest du in unserer Kategorie Kleidung für Herren.
Schuhe und Taschen aus Hanf
Hanf ist wegen seiner Robustheit und schmutzabweisenden Eigenschaften ideal für Schuhe und Taschen. Unsere Hanfschuhe für Herren und Hanfschuhe für Damen gibt es als Slipper, Espadrilles und Ballerinas.
Dazu kommen Rucksäcke, Umhängetaschen und Bauchtaschen aus Hanf – Stücke, die jahrelang halten und mit der Zeit besser aussehen statt schlechter.
Hanfkleidung waschen und pflegen
- Kalt waschen – 30 Grad reichen, das verhindert Einlaufen.
- Nicht in den Trockner – an der Luft trocknen, am besten hängend.
- Seltener waschen – Auslüften genügt in vielen Fällen, weil Hanf kaum Gerüche annimmt.
- Kein Weichspüler – Hanf wird von allein weicher, Weichspüler legt sich nur als Film auf die Faser.
- Feucht bügeln – wenn du bügeln willst, dann leicht feucht bei mittlerer Hitze.
Wie nachhaltig ist Hanf wirklich?
Hanf braucht im Anbau deutlich weniger Wasser als konventionelle Baumwolle und kommt meist ohne Pestizide aus, weil die Pflanze schnell wächst und Unkraut von selbst verdrängt. Sie verbessert außerdem die Bodenstruktur und kann in Fruchtfolgen eingesetzt werden.
Ehrlich bleiben wollen wir trotzdem: Auch Hanfkleidung wird transportiert, gefärbt und verarbeitet. Das ist nie ohne Auswirkung. Was wir tun können, tun wir – wir fertigen in kleinen Familienbetrieben, versenden CO2-neutral und legen unsere Zahlen im Emissionsbarometer offen.
Hanfkleidung ist Teil unserer alternativen Kleidung – und für uns der ehrlichste Weg, langlebige Mode zu machen.